20 Juni

Schweizer E-Commerce auf einem guten Weg

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Der Schweizer E-Commerce hat 2010 enorm an Bedeutung gewonnen.

Der Schweizer E-Commerce hat 2010 enorm an Bedeutung gewonnen. In Deutschland hat die digitale Wirtschaft 2010 erstmals einen Umsatz von über 100 Mrd. Euro erzielt. Für 2011 wird ein Umsatzwachstum von über acht Prozent auf bis zu 110 Mrd. Euro prognostiziert, im folgenden Jahr sogar 120 Mrd.

Und auch in der Schweiz hat die Online-Branche Zuwächse erfahren. Der Stellenwert des E-Commerce ist beispielsweise laut der Studie vom Institut für Wirtschaftsinformatik IWI der Fachhochschule Nordwestschweiz im B2C-Bereich 2010 markant gestiegen.

Anteil von 10 bis 40 Prozent

Schätzungen gehen je nach Branchen von einem E-Commerce-Anteil im Jahr 2010 zwischen 10 % und 40 % aus. Folgende Punkte lassen sich aus den Aussagen der Studienteilnehmer zusammenfassen:

+ E-Commerce hat eine hohe Bedeutung als Informationskanal, unabhängig vom Kaufkanal
+ E-Commerce schafft neue Zugänge zu Kunden
+ E-Commerce verschärft den Preisdruck kanalübergreifend
+ Mobile Anwendungen gewinnen an Bedeutung
+ Social Media beeinflussen Kaufentscheide zunehmend

Obwohl der Trend zur Digitalisierung weiter anhält, ist der Schweizer E-Commerce-Markt im internationalen Wettbewerb noch zu abgeschottet. Vor allem die Hürden der Importabwicklung aus Kundensicht stehen einem Ausbau entgegen. Dass viele Schweizer zunehmend auf deutschen Plattformen buchen, ist eine Folge davon.

Hürden für die Schweiz

Aber der starke Franken, der auch der Tourismusbranche zu schaffen macht, setzt neue Anreize für grenzüberschreitenden E-Commerce, so die Studie weiter. So kann vor allem die ausländische Reise- und Tourismusbranche profitieren, bei der ja kein Warenübergang anfällt.

Vor allem der mobile Markt hat enorm zugelegt. Wurde diesem im Report aus dem Jahre 2009 noch wenig Beachtung geschenkt, ist 2011 das Gegenteil der Fall. Ob mobile Apps oder mobile Websites die besseren Mittel sind, darüber sind sich die Teilnehmer der Studie aber noch uneins. Im Zentrum der Investitionen in mobile Anwendungen stehen z.B.:

+ dem Kunden Zeit ersparen durch erleichterte Kanalwahl
+ dem Kunden ein leichteres Handling ermöglichen
+ keine Bindung an ein stationäres Gerät
+ ortsbezogene Angebote
+ Distributionssysteme der Mobilplattformen nutzen
+ Informationen leichter zugänglich machen

Anspruchsvolle Ziele auf Facebook

Social Media beeinflussen Kaufentscheide, so die einhellige Meinung der Teilnehmer. Dabei dominiert Facebook vor Twitter, während andere Dienste wie YouTube und Flickr keine Rolle spielen. Mit Facebook werden grosse Erwartungen verbunden, was Kundengewinnung und Kundenbindung anbelangt.

Die an der Studie beteiligten Unternehmen wollen hier besonders auf Kundenanliegen eingehen sowie neue Produkte vorstellen und differenzierte Informatinen bereitstellen. Auch Wettbewerbe und Spiele werden häufig eingesetzt. Aber auch als wichtigen Traffic-Generator werden Facebook & Co. angesehen.

Lesen Sie zum Thema auch unseren Blog-Beitrag: Zukunft im E-Commerce.

Den gesamten E-Commerce-Report können Sie hier downloaden.

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